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Solarthermie Brauchwassererwärmung

Die am häufigsten installierten Anlagen sind Anlagen zur Erwärmung des Brauchwassers im Ein- oder Zweifamilienhaus. Gefolgt von Anlagen zur Erwärmung des Brauchwassers mit zusätzlicher Unterstützung der Raumheizung.

Deckungsgrad Brauchwassersolarthermie
Deckungsgrad Brauchwassersolarthermie

Der Wärmebedarf für Warmwasser ist während des Jahres relativ konstant. Der Warmwasserverbrauch ist nur abhängig vom individuellen Verbraucherverhalten. Die Brauchwassersolarthermie kann unabhängig vom Dämmstandard jederzeit eingesetzt werden.

Deckungsgrad einer Solaranlage für Brauchwassererwärmung ist abhängig von:

  1. Einer optimalen Auslegung der Anlagengröße (Optimaler Wirkungsgrad)
  2. Einer gut abgestimmten Regelung
  3. Dem individuellen Verbrauchsverhalten
  4. Standort, Art, Ausrichtung und Neigung der Solarthermischen Module
  5. Optimale Speichergröße und Speicherart
  6. Qualität der Solaranlage  (Wirkungsgrad, Dämmqualität)
  7. Umgebung (Verschattung)

Was bedeuted das? SolarthermieSolarthermie
Was bedeuted Solarthermie? -> Lexikoneintrag
für Brauchwassererwärmung ist für sehr viele Objekte geeignet, und fast immer sinnvoll.

Mehr Modulfläche bedeutet zwar zusätzliche Energieeinsparung, aber auch einen geringerem Wirkungsgrad der Solarthermieanlage. Die Anlagengröße (Anschaffungskosten), Energieeinsparpotential, Umweltschutz (CO2 Ausstoß) und die Amortisation sollten genau betrachtet werden. Thermische Solaranlagen haben in der Regel annehmbare Amortisationszeiten, die sowohl statisch, als auch dynamisch kalkuliert werden sollten.

Solarer Deckungsgrad für Brauchwassererwärmung

Die Brauchwassersolarthermie sollte im Sommer eine Deckung des Warmwasserbedarfs  von 90 bis 100% erreichen, so dass die konventionelle Heizungsanlage im Sommer nicht mehr aktiv wird. Aufgrund der starken saisonalen Temperaturunterschiede ist im Frühjahr und Herbst eine Deckung des Warmwasserbedarfs  von 50 bis 60 % und im Winter 12 bis 20% möglich. Im Jahresmittel beträgt die Deckung des Warmwasserbedarfs mit einer optimalen Brauchwassersolarthermie ungefähr 55 bis 65%.

Würde man in Deutschland eine Brauchwassersolarthermie von Ihrer Größe so auslegen, dass sie auch im Winter eine 90 bis 100% Deckung des Warmwasserbedarfs gewährleistet, besteht die Gefahr, dass die Anlage im Sommer einen Wärmeüberschuss produziert und dadurch viel häufiger abschaltet. Es entstehen unnötige Anlagenstillstände die sich auch auf den Wirkungsgrad der Anlage niederschlagen.

Ohne Brauchwassersolarthermie wird ein Heizkessel für die Warmwasserbereitung benötigt. Da für den Warmwasserbedarf nur vergleichsweise geringe Wärmemengen benötigt werden, benötigt der Kessel kurze Betriebsintervalle mit häufigen Kaltstarts. Bei dieser Betriebsweise ist der Kesselverschleiß am höchsten, da der Heizkessel immer erst auf Betriebstemperatur gebracht werden muss. Eine SolarthermieSolarthermie
Was bedeuted Solarthermie? -> Lexikoneintrag
schützt Ihren Heizkessel und sorgt für eine längere Laufzeit.

Typische Anlagengröße für Brauchwassersolarthermie in Deutschland

Für einen 2 bis 4 Personenhaushalte benötigt man 4 bis 5,5m² Kollektorfläche und einen 300 Liter Speicher.

Für einen 5 bis 6 Personenhaushalt benötigt man 6 bis 7,5m² Kollektorfläche und einen 400 bis 500 Liter Speicher. Die so genannte Legionellenverordnung des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfachs gilt nicht für Ein- und Zweifamilienhäuser. Es können problemlos Speicher mit einem größeren Volumen als 300 Liter aufgestellt werden. 500 Liter Speicher sollten aber die obere Grenze darstellen.

Der jährlich durchschnittliche Energieverbrauch für die Brauchwassererwärmung eines deutschen 4 Personenhaushaltes liegt bei cirka 450 Liter Heizöl (450m³ Erdgas) im Jahr. Entsprechend dem aktuellen Öl- oder Gaspreis können hier zwischen 160€ und 300€ eingespart werden. Individuelle Nutzungsverhalten, die verwendete Technologie und die Anlagenauslegung sind ebenso einfließende Faktoren.

Nutzungsdauer solarthermischer Brauchwasseranlagen

Die Nutzungsdauer solarthermischer Brauchwasseranlagen wird von vielen Herstellern mit 20 bis 25 Jahren angegeben.

Als grobe Regel gilt

Kollektorfläche pro Person im Haushalt:

1,2 bis 1,5 m2 Flachkollektor
0,9 bis 1,2 m2 Vakuumröhrenkollektor.

Speichergröße pro m² Kollektorfläche:

60 bis 70 Liter Speicher

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