InformationenSie sind hier: ZAHLEN / FAKTEN / Warum sind EE wichtig?
Diese Webseite weiterempfehlen

Warum sind erneuerbare Energien so wichtig?

2008 musste Deutschland 50% der genutzen Energie importieren, Tendenz steigend. Kostensteigerungen bei den fossilen und nuklearen Ressourcen sind in der Vergangenheit deutlich spürbar geworden. Beim Öl konnte man diese Entwicklung 2008 beobachten, als ein Barell Öl auf das Rekordhoch von 154$ anstieg. Gasexporteure und Energiekonzerne rechtfertigten Ihre Preiserhöhungen mit der angeblichen Kopplung des Gases am Öl.

Es werden immer weniger Öl- und Gasfelder weltweit gefunden. Der Bedarf an diesen beiden Rohstoffen wächst jedoch rasant. Es wird aktuell mehr Öl benötigt als gefördert. Man nennt diesen Effekt Oil-Peak. Selbst die größten vorkommen im mittleren Osten am persischen Golf kommen in den nächsten Jahrzenten an Ihre Grenzen. Die Fördermengen, die in in 80ziger Jahren zur  Stabilisierung des Ölpreises angehoben wurden, sind heute nicht mehr  erreichbar. Viele aktuelle Förderfelder enthalten deutlich mehr Wasseranteile als  früher, was eine niedrigere Ergiebigkeit zur Folge hat. Mit angeblich innovativen Techniken wird oft jedoch vergeblich oder in Aussicht auf geringe Mengen nach Öl gebohrt. Tiefseebohrungen in 3000m Tiefe und mehr, wie in Angola zum Beispiel, werden mit einem ernorm hohen technischen und somit auch wirtschaftlichen Aufwand gefördert. Die höhren Förderkosten für Tiefseeöl bedeuten logischer Weise auch einen höheren Preis pro Barell.

Unberücksichtigt bei diesen Tiefseebohrungen bleiben nach wie vor die nicht absehbaren ökologischen und klimatischen Schäden die durch die aufgeworfenen Sedimente entstehen. In diesen Tiefen fallen die aufgewüllten Sedimente nicht einfach wieder auf den Meeresgrund, sondern schweben über Monate im Meer. Ströme, wie beispielsweise der Golfstrom, können dadurch negativ beeinflusst werden und zur Klimakatastrophe in Europa beitragen.

Die Ölkonzerne versuchen seit einigen Jahren sogar aus Ölsand (Teersand) und Ölschiefer Rohöl zu gewinnen. Diese umständlichen, umweltfeindlichen und kostenintensiven Förderungen werden mit in die Förderstatistiken aufgenommen um gezielt alternative Energiequellen auszuboten. Es werden alle erdenklichen Techniken eingesetzt um weiterhin am fossilen Energieträger Öl oder Gas festzuhalten. 

Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat der Welt auch endlich einmal gezeigt ,  wie gefährlich das Fördern von Öl ist. Von Mai bis Juli 2010 sind laut Angaben von BP 2,2 Millarden Liter Rohöl ins Meer geflossen und verpessten die Küste von Nord- und Mittelamerika. Umweltverschmutzung, Ausrottung von Tierarten, Arbeitslosikeit und die Zerstörung der Infrastruktur sind nur einige der zahlreichen negativen Auswirkungen dieser Katastrophe.

Spekulationen am Aktienmarkt treiben stetig die Energiekosten für jeden Bürger in Deutschland nach oben. Egal ob Strom, Gas oder Öl, alle Energieträger sind in den letzten 10 Jahren zwischen 100% und zeitweise bis 300% gestiegen. Atomstrom beispielweise kostet 2 Cent pro Kilowattstunde, wird am Markt aber für bis zu 25 Cent verkauft.

2009 demonstrierte deutschlands größter Gaszulieferer und langfristig gebundener Vertragspartner Gasprom, was im Falle eines Vertragsbruches bei Gaslieferungen passiert. Das Resultat waren keine Konventionalstrafen oder sonstiges Konsequenzen für Gasprom. Es besteht somit in Zukunft auch weiterhin die Gefahr, dass Gasprom sich nicht an bestehende Verträge hält, um Ihre Produkt dem höchstbietesten am Markt zu verkaufen. Angesichts des imensen Energiebedarf der Schwellenländer China, Indien, Südamerika,   Südafrika und dem stetig steigenden Konsum in den Industrieländern ist dies eine ernst zu nehmende Gefahr für die Versorgungssicherheit in Europa.

Atomkraftwerke hinterlassen für tausende von Jahren Gesundheitsgefährdende und Umweltbelastende strahlende Altlast. Die Suche nach einer Endlösung hat den deutschen Steuerzahler bis 2010 bereits 1,5 Mrd. € gekostest. Trotzdem konnte bis dato kein Ort für die Endlagerung gefunden werden. Die sogenannte Endlösung ist in Wirklichkeit keine Endlösung, da radioaktiver Müll eine imens lange Halbwertzeit der gefährlichen Gammastrahlung hat. Salzbergwerke sind eine unzureichende und unsicher Lagerstätte. Kein Gutachten konnte bis heute einer risikofreien Endlagerung zustimmen.

Die aktuell diskutierte Laufzeitverlängerung hat ausschliesslich wirtschaftliche Interessen für die Atomstrom-produzierenden-Konzerne. Die zur Diskussion stehende Laufzeitverlängerung würde den 4 Energiemonopolisten, EnBW, EON, REW und Vattenfall einen Gewinn von 225 Millarden € bescheren. Eine Infiltrierung von Lobbyisten in die Politik, Werbung und Wirtschaft wird deshalb konsequent und ohne Gewissen betrieben.

Die Tatsache, dass es nach wie vor keine Versicherung in der Welt gibt, die Atomkraftwerke für den Fall eines Gaus versichern würde, spricht eindeutig für sich. 

Uran der wichtigste Rohstoff der Atomindustrie kommt nur in begrenzten Mengen auf der Erde vor. Zudem ist der Abbau von Uran Lebensgefährlich und wird deshalb häufig unter katastrophalen Abbaubedingungen von Drittweltländern gefördert. Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien hingegen können am Ende ihrer Einsatzdauer sehr einfach abgebaut und sogar recycelt werden.

Kondensations - Kohlekraftwerke arbeiten mit einem sehr schlechten Wirkungsgrad, im Durchschnitt erzeugen sie mit nur 34% Wirkungsgrad Strom, der Rest 66% geht in ungenutzter Wärmeenergie verloren. Zudem entstehen gefährliche Kohlegruben, eine Zerstörung der Landschaft und Zwangsumsiedlungen.

Erneuerbare Energien sichern uns gegen Kostensteigerungen bei Energieimporten ab und machen uns unabhängiger. Sie beugen Umweltkatastrophen vor und sorgen für Nachhaltigkeit. Nachfolgende Generationen haben das selbe Recht auf eine gesunde und artenreiche Umwelt.

Erneuerbare Energien sind heimische Energieträger, tragen also zur regionalen Wertschöpfung bei und sichern langfristig Arbeitsplätze. Derzeit bietet der Wirtschaftzweig erneuerbare Energien 288.000 Menschen einen Arbeitsplatz und erwirtschaftet einen Gesamtumsatz von 31 Mrd. Euro pro Jahr.

Erneuerbare Energien können in armen aber sonnenreichen Ländern Wege aus der Armut sein. Die eigene Energieinfrastruktur und somit die Eigenversorgung mit Energie könnte deutlich verbessert werden.

Jeder Betreiber einer Anlage zur Nutzung erneuerbare Energien leistet einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz, weil in ihren Anlagen keine fossilen Brennstoffe verbrannt werden.  2008 wurden dadurch 109 Millionen Tonnen des schädlichen Klimagases CO2 vermieden, Tendenz stark steigend.

Erneuerbare Energien diversifizieren die Rohstoffvielfalt, machen somit unabhängiger von fossilen Rohstoffimporten und tragen so zur Versorgungssicherheit und zur Vermeidung von Rohstoffkonflikten (Kriege) bei.

Bookmarks